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Theorie Lernen!

Grundsätzliches über die Ausbildung zum Erwerb einer Fahrerlaubnis

Heutzutage ist es schon eine Selbstverständlichkeit eine Fahrerlaubnis zu besitzen. Das allgemeine und im Besonderen das Berufsleben machen dies unabdingbar. Meist wird natürlich ein PKW benötigt, also die Fahrerlaubnis der Klasse B. Es ist klar, und jeder weiß es, das man eine Ausbildung durchlaufen und Prüfungen ablegen muß um eine Fahrerlaubnis zu bekommen. Der erste Gang zur Fahrschule wird also in den meisten Fällen spätestens kurz vor Erreichen des Mindestalters für die jeweilige Klasse beschritten werden ( für PKW 18 Jahre ). In der Fahrschule erfolgt nun die intensive Beratung, in welcher der Bewerber um die Fashrerlaubnis den Ablauf der Ausbildung und sonstige organisatorische Dinge erfährt. Dies ist zum Beispiel, daß die Ausbildung in einen theoretischen und einen praktischen Teil gegliedert ist, und das es in beiden Teilen jeweils eine Prüfung zu bestehen gilt.

Die Erfahrung hat nun leider gezeigt, daß für den Fahrschüler diese beiden Teile, Theorie und Praxis, sehr unterschiedlich gewichtet werden. Natürlich ist die Praxis das vermeintlich Wesentlichere. Schließlich will man ja fahren lernen und nicht Vorschriften büffeln. Tatsächlich sind diese beiden Teile vollkommmen gleichberechtigt, wobei die Theorie aber der schwerer zu bewältigende Part ist. Das liegt zum Einen daran, daß man sich dem nur widerwillig stellt ( Muß halt sein, kriegen wir schon irgendwie hin usw. ), zum Anderen das viele Dinge abgefragt werden, die der normale PKW - Fahrer, seiner Meinung nach, wahrscheinlich nie wieder braucht ( Technik, Anhänger,... ). Weiterhin ist es manchmal so, daß es an Vorstellungen mangelt um eine Frage richtig zu beantworten.
 

Ein kleines Beispiel:

Worauf weist dieses Gefahrzeichen hin? Ist es eine Steigung oder ein Gefälle? In der Praxis sicher kein Problem - ich sehe ja, ob es nun bergauf oder bergab geht und kann mich nun darauf einstellen. In der Theorie muß ich genau darüber Bescheid wissen!
 

Beispiele wie dieses gibt es in der theoretischen Ausbildung und Prüfung genügend, so daß man um ein ausgiebiges Lernen nicht umhin kommt. Viele Fragen lassen sich auch nicht unbedingt mit logischem Denken eindeutig und richtig beantworten. Auch die oben genannten technischen Fragen und Fragen zum Anhängerbetrieb sind in ihrer Zahl und Bewertung in der Prüfung ausreichend vorhanden, um ein Nichtbestehen zu gewährleisten, sofern man sich nicht ausgiebig mit diesen Themen beschäftigt.

Auch ein weiterer Aspekt der theoretischen Ausbildung sollte Beachtung finden. Nur wer sich in der Theorie, also den Vorschriften im Straßenverkehr, gut auskennt, kann diese auch in der Praxis anwenden und sich so besser um sein Fahrzeug kümmern und es sicher zu bedienen.
 

Und wieder ein kleines Bespiel:

Man stelle sich vor, man fährt auf eine Kreuzung zu. Man möchte an dieser Kreuzung auch noch abbiegen. Was muß jetzt alles geschehen? Zunächst muß ersteinmal die Vorfahrtsituation geklärt werden (Theorie!!!), dann muß nach hinten abgesichert werden (Theorie!!!), um sich richtig einordnen (Theorie!!!) zu kännen. Vor dem Einordnen das Blinken nicht vergessen! (Theorie!!!). abbremsen, herunterschalten und an die Kreuzung mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren. Wo wartet man auf Vorfahrtberechtigte Kraftfahrer? (Theorie!!!). Nochmals Absichern (Theorie!!!) und abbiegen.
 

Wie man sieht, ziemlich viel Theorie, oder?. Das Blinkhebel Finden, Abbremsen, Schalten, Anhalten, Anfahren und Abbiegen sind die Dinge, welche mit der Fahrzeugbeherrschung zu tun haben. Das ist doch auch schon genung, was unter einen Hut zu kriegen ist. Wenn man nun noch sehr viel Zeit benötigt um die Vorfahrtsituation zu klären oder sich an den Schulterblick zu erinnern, dann bleibt natürlich für die Fahrzeugbedienung, nicht mehr allzu viel Zeit übrig und so kommt es, daß man sich verschaltet, nicht genug abbremst oder den Motor abwürgt. Der ganze Vorgang wird viel zu hektisch und in der Hektik passieren nunmal Fehler.

In der praktischen Ausbildung sollen aber hauptsächlich die Fahrzeugbedienung und das Fahrgefühl vermittelt und geübt und nicht die Theorie aufgefrischt werden. Zwar wird das natürlich auch gemacht, aber das kostet Zeit. Wenn man diese Auffrischung nicht benötigt, weil in der Theorie alles klar ist, dann läßt sich auch die eine oder andere Fahrstunde einsparen... Und das ist natürlich gut für den Geldbeutel des Fahrschülers.

Und noch ein Satz zum Schluß: Der Prüfer bei der praktischen Fahrprüfung kennt natürlich auch das Ergebnis der theoretischen Prüfung und er weiß auch beim wievielten Mal es geklappt hat... Sollte die Entscheidung über die praktische Prüfung mal nicht so ganz eindeutig sein, also quasi auf Kippe stehen, könnte das natürlich für eine Hilfe für eine Entscheidung in die eine oder in die andere Richtug sein...

Also: Theorie lernen!!!